KidsCamp als UN-Dekadeprojekt ausgezeichnet

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das KidsCamp der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland als offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Urkunde wurde im Rahmen des UNESCO-Tages auf der didacta-Bildungsmesse in Hannover am 15. Februar 2012 verliehen. Das Votum der Jury würdigt das KidsCamp, „weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln und eindrucksvoll zeigt, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

 

Das KidsCamp ist ein Projekt der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland für Grundschulkinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. In jedem Jahr sind 100 Kinder eingeladen, eine Woche ihrer Sommerferien in zehn altersübergreifenden Familiengruppen im Ferienpark Feuerkuppe zu erleben. Dabei ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze bewusst auf 100 Kinder limitiert, das es den Initiatoren nicht zuerst um Quantität, sondern um eine qualitativ bestmögliche Versorgung geht, erklärt Alexander Schulze, Leiter des KidsCamps und Geschäftsführer der Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland.

 

Das Konzept hat sich bewährt. In diesem Jahr wird das KidsCamp 5 Jahre alt. Dabei kommen nicht nur die Kinder, sondern auch die Betreuerinnen und Betreuer aus ganz Deutschland. Von Anfang an dabei ist eine große Zahl engagierter haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter, die als Erlebnispädagogen, Sozialarbeiter, Grundschullehrer, Pastoren, Krankenpfleger und Logopäden Kreativität und Freizeit investieren und durch ihren Einsatz hohes fachliches Know-how gewährleisten und eine Rundum-Betreuung der Kinder garantieren. Nach Vollwertfrühstück und kindgerechten Bibelarbeiten in den Familienbungalows erleben die Kinder die Nachmittage des KidsCamp in der Kinderstadt. Hier können sie die Kinderuni besuchen, in den erlernten Berufen arbeiten, vielfältigen Freizeitaktivitäten nachgehen, eigenes Wissen weitergeben und als Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt, Bürgermeister und Stadtrat wählen, ergänzt Pastor Jens Fabich, der diesen Bereich des KidsCamps verantwortet.

 

Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury der UN-Dekade von der KidsCamp-Währung der Kinderstadt. Neben den sogenannten „Wühli“, die man für geleistete Arbeit bekommt, gibt es „Hatschis“ (Gesundheitspunkte), „Schlauis“ (Bildungspunkte) und „Wertis“ (Nachhaltigkeitspunkte), die den Kindern spielerisch vermitteln, dass sich das Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft nicht allein am Geldwert bemisst, sondern innerhalb eines empfindlichen Gleichgewichts bewegt. Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu möchte die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ durch die Zertifizierung ausgewählter Projekte vermitteln. Die Adventjugend Berlin-Mitteldeutschland ist der Kinder- und Jugendverband der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin, Land Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Kids Camp als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.
Die Urkunden werden im Rahmen des UNESCO-Tages auf der didacta in Hannover am 15. Februar 2012  an die Projekte übergeben. Das Kids Camp zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln“, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1.400 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln. Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel. Außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.
Anforderungen an Dekade-Projekte
Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)
Nachhaltige Entwicklung funktioniert nur, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt. Die notwendigen Fähigkeiten dazu vermittelt Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE. Wo kaufe ich Kleidung, ohne Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beantwortet. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der
Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet. Weitere Informationen unter www.bne-portal.de/dekade-projekte.

KidsCamp knüpft an Jahresthema der UN-Dekade 2011 an und initiiert Kinderstadt

Die UN-Dekade hatte für 2011 das Jahresthema "Die Stadt" ausgerufen. Passend zum Jahresthema und zum Antrag des KidsCamps als Dekade-Projekt wurde 2011 die "Kinderstadt" vorbereitet und durchgeführt.

Recyclingwerkstatt in der Kinderstadt Recyclingwerkstatt in der Kinderstadt

Nachhaltigkeit - christliches Leitmotiv


Aufgrund des biblischen Kulturauftrages "die Erde zu bebauen und zu bewahren" (Gen 2,15) kann sich das KidsCamp Team mit den Zielen der UN-Dekade identifizieren. Mit dem KidsCamp wollen wir Grundschulkinder neben dem Spaß am Leben/Ferien auch die Freude am verantwortlichen Handeln vermitteln. Reichtum ist nicht in Euro oder Status zu messen, sondern in Lebensqualität und glücklichen Beziehungen. Das KidsCamp hat beides im Visier und will durch seine Angebote präventiv zum Lebensglück der Kinder beitragen. Deshalb arbeitet das KidsCamp mit Familiengruppen, wendet es sich in seiner Ganzheitlichkeit Körper, Geist und Seele zu, stärkt es die Naturverbundenheit, vermittelt es christliche Werte und gestaltet eine Kinderstadt in dessen Konzeption bewußt die Nachhaltigkeitskriterien der UN-Dekade eingearbeitet wurden.

 

Informationen zur UN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Die UN-Dekade ist eine globale Initiative, die folgenden Kerngedanken verwirklichen möchte. "Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden. Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt." (Quelle: www.bne-portal.de)

 

Die UN-Dekade stellt fest, dass die Lebensgrundlagen vieler Menschen bedroht sind und die Welt immer schwerer im Gleichgewicht zu halten ist. Die praktischen Erscheinungsformen dieser Diagnose erleben wir auch in Deutschland, vor unserer Haustür. Das politische Leitbild muss deshalb heißen: "Lebenszusammenhänge verstehen und nachhaltig leben". Was das konkret bedeutet hat die sogenannte Brundlandt-Kommission der Vereinten Nationen im Jahre 1987 formuliert: "Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält." (www.bne-portal.de)